John Deakins eindringliche Fotografien dokumentieren das Leben auf
den Straßen von London, Paris und Rom. Sein umherschweifendes
Auge richtet er auf das Besondere im Alltäglichen, seine
Bilder zeigen Kinder und Passanten, eine Nonne, einen Krämer
und die Hinterlassenschaften ihres Tuns: Hüpfkästchen,
Graffiti, Ladenschilder, Plakate. Es sind eigentümlich
beseelte Botschaften aus einer vergangenen Zeit.
Diese Bilder der fünfziger und sechziger Jahre zeigen die
andere Seite des Schaffens von John Deakin, dem exzessiven Trinker
und genialen Modefotografen, der zweimal von der britischen
Vogue verpflichtet und wieder gefeuert wurde, dem
schwierigen Freund von Francis Bacon, Lucian Freud und der Londoner
Künstlerboheme. Deakin hat auch sie in privaten Momenten
abgepaßt und Porträts von großer Intensität
geschaffen.